AWO Journal
Aus unseren Häusern
Die Pflegeheim-Checkliste
Welches ist das passende Pflegeheim? Mit der Weissen Liste können Sie die richtigen Fragen stellen und herausfinden, was Ihnen wichtig ist. Zur Weissen Liste
Welches ist das passende Pflegeheim? Mit der Weissen Liste können Sie die richtigen Fragen stellen und herausfinden, was Ihnen wichtig ist. Zur Weissen Liste

Wir, die AWO Oberbayern, haben uns auf die Betreuung, Förderung und Pflege von demenziell erkrankten Menschen spezialisiert. Zukunftsorientierte Demenzpflege liegt uns besonders am Herzen. Wir setzen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in unseren Konzepten um und stehen im Austausch mit der Alzheimer Gesellschaft. Demenz ist zwar noch nicht heilbar, aber mit moderner Medizin und professioneller Betreuung lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung verzögern. Das sind unbezahlbare Monate mit Lebensqualität, Kontakt zur Familie und Normalität.
Wandern ist eine typische Verhaltensweise für Demenzkranke vom Alzheimer Typ. Wandermöglichkeiten sollen ein Verirren vermeiden und den demenziell erkrankten Menschen ein ungefährdetes selbständiges Bewegen erlauben. Soweit es die baulichen Voraussetzungen zulassen wird auf einen Rundlauf im Haus und Garten geachtet.
Ein Vogelbauer oder Aquarium mit nebenstehender Sitzgelegenheit bieten Ablenkung und laden zum Verweilen und Ausruhen ein. Um einen sicheren und barrierefreien Zugang zum Garten zu ermöglichen ist der Wohnbereich im Erdgeschoss angesiedelt.
Demenziell erkrankte Menschen reagieren mit Unruhe, Angst und verzweifelt sein wenn sie das Eingesperrtsein realisieren. Es ist deshalb notwendig räumliche Strukturen zu schaffen die die Erfahrung geschlossen untergebracht zu sein nicht aufkommen lassen. So sollen z.B. Lichtpunkte nicht im Eingangsbereich plaziert sein.
Farbe dient zur Orientierung und zum Wohlfühlen. Kräftige, warme Farben in Verbindung mit Farbinseln haben eine beruhigende Wirkung. Die Farbgebung zwischen Möbeln und dem Hintergrund soll kontrastreich sein um Fehldeutungen und Verwirrung entgegen zu wirken.
Die Tiefenwahrnehmung kann soweit gestört sein, dass ein Schatten auf dem Boden als Abgrund wahrgenommen werden kann. Deshalb sollten Fussböden keine auffälligen Farbmuster haben und nicht glänzen.

Gerontogärten, wie die speziell für Demenzkranke angelegten Gärten genannt werden, stellen eine Erweiterung des Lebensraums und der Therapie dar. Ein Gerontogarten ist ein Ort, an dem Erkrankte Ruhe und Orientierung, Beschäftigung und Geborgenheit finden. Die Wege sind als Rundwege angelegt und ermöglichen den Erkrankten ihrem Bewegungsdrang nachzugehen, ohne sich zu verirren. Dies vermittelt und gibt ihnen das Gefühl der Sicherheit.
Klang- und Windspiele, Pflanzen und Sträucher sowie Aromabeete gehören zum Garten, um die jahreszeitliche Orientierung, das Riechen und Berühren zu unterstützen. Bänke laden zum Ausruhen und Verweilen ein. Tiergehege, beispielsweise mit Hasen, bieten die Möglichkeit, sich im Garten zu beschäftigen. Unsere Erfahrungen mit der Tiertherapie sind fast ausschließlich positiv. So ein Garten aktiviert die Sinne und regt die Bewohner dazu an, ihre Gefühle in den verschiedenen Gefühlsräumen auszuleben.
Die Pflege Demenzkranker stellt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine große Herausforderung dar. Eine Demenzerkrankung, einhergehend mit den kognitiven Veränderungen und den vielfältigen Verhaltensauffälligkeiten, erfordert ein hohes fachliches Wissen und die Umsetzung dieser Kenntnisse in pflegerisch-therapeutisches Handeln.
Für eine qualitativ hochwertige Versorgung demenziell erkrankter Menschen benötigt das Personal in der gerontopsychiatrischen Wohngruppe:
Das Fortbildungskonzept orientiert sich an diesen Anforderungen.