Willkommen im AWO-Zentrum Freilassing
Vormittagsstund mit Bier im Mund
26
Juli 2021

Das verlorene Schwert im AWO-Zentrum

Eine liebe Tradition in unserem Hause ist das Marionettentheater. Leslie und Robert Grünholz kamen jahrelang den weiten Weg aus dem Saarland angefahren, um für unsere Bewohner*innen ein altbekanntes Märchen mit ihren antiken handgearbeiteten Marionetten zu spielen. Die Bewohner*innen haben diesen besonderen Nachmittag immer sehr genossen. Die alten Puppen, die handgearbeiteten Kulissen, die altbekannten Geschichten und die spontanen Lieder, die Robert Grünholz immer stimmgewaltig in sein Spiel einfließen ließ, fühlten sich nach daheim an.

Im Vergangenen Jahr haben wir dann pausiert und heuer standen wir vor komplett neuen Voraussetzungen: kein Werk 71, Abstandsregeln, Maskenpflicht, der Mehrzweckraum und die Cafeteria, die noch nie gemäß ihrer wahren Bestimmung eingesetzt worden waren. Viele Fragezeichen, aber auch der Wille, den Bewohner*innen das Erlebnis Marionettentheater zu bieten.

Einige Telefonate mit der Familie Grünholz, einige von ihnen gefahrene Kilometer und ein mit der FQA abgestimmtes Hygienekonzept später war es endlich so weit: das Saarländische Marionettentheater öffnete seinen Vorhang im Mehrzweckraum des AWO-Zentrums. Die mobile Wand war geöffnet worden, sodass auch die Cafeteria mitbenutzt werden konnte. Das tat auch not, denn viele Bewohner*innen wollte die Geschichte vom „verlorenen Schwert“ sehen und erleben. Die Verdunklung und die Musikanlage der Familie Grünholz erzeugten die richtige Stimmung, um die Aufmerksamkeit ganz auf die liebevoll gestalteten und ausdrucksstark gespielten hölzernen Marionetten legen zu können. Die hagere Statur verleiht ihnen Anmut, ebenso wie die Kleidungsstücke und das geübte Spiel der beiden erfahrenen Puppenspieler. Der Star des Nachmittags war der Drache, der mit viel Getöse und Gefauche über die Bühne bretterte. Da kam auch die Kamera nicht hinterher, wie das Bild zeigt.

Aufgrund des Andrangs und der Abstandsregeln spielten die beiden Puppenspieler das Märchen vom verlorenen Schwert gleich noch ein zweites Mal. Beide Vorstellungen waren gut besucht und die Geschichte zog die meisten in ihren Bann. Sogar jene, die „nur mal schnell vorbeischauen“ wollten, blieben bis zum Ende sitzen. Bis zum guten Ende. Und wenn sie nicht….