Willkommen im AWO-Seniorenzentrum in Traunreut
Besuch vom AWO Seniorenzentrum Traunreut im Katholischen Kindergarten
06
November 2020

Frisch aus der eigenen Küche

Traunreut. Im AWO-Seniorenzentrum wird seit kurzem wieder direkt vor Ort frisch und mit regionalen Zutaten gekocht. Nach 17 Jahren, in denen die Mahlzeiten für die Bewohner aus Freilassing angeliefert wurden, herrscht in der Küche der Einrichtung nun wieder Hochbetrieb.

Mit Genehmigung der Autorin aus dem Traunreuter Anzeiger vom 04.11.2020:

17 Jahre aus Freilassing beliefert worden

Nach einem Umbau der AWO in Freilassing und einem damit verbundenem neuen Konzept, können keine weiteren Abnehmer mehr mit Essen beliefert werden. "Da haben wir uns gedacht, wofür haben wir denn unsere Küche", berichtet Einrichtungsleiterin Nanni Oster vom Traunreuter Seniorenzentrum. Nachdem die Küche auf Vordermann gebracht, einige neue Geräte angeschafft und Personal eingestellt waren, ging es los. Täglich werden nun rund 120 Essen für die Bewohner des Hauses zubereitet. Außerdem gibt es 60 Kunden, die "Essen auf Rädern" bekommen und auch die sozialtherapeutische Einrichtung der AWO in der Kantstraße wird mit versorgt.

 

Zwei Menüs stehen jeweils zur Wahl mit Suppe, einem Hauptgericht mit Fleisch oder Fisch beziehungsweise vegetarisch oder Süßspeise und abschließend noch einem Dessert oder Kuchen. "Unsere Bewohner loben das Essen sehr, wir bekommen viele positive Rückmeldungen", freut sich Manuela Mittermeier, Hauswirtschaftsleitung des Seniorenzentrums. Auch die Abnehmer von "Essen auf Rädern" würden immer mehr. Die Nutzer lobten die Flexibilität der AWO-Küche, die auch auf individuelle Wünsche eingeht. Nanni Oster und Manuela Mittermeier legen Wert auf Regionalität. Die frischen Waren stammen daher alle von Anbietern aus der näheren Umgebung.
In den letzten Wochen wurde zudem die Cafeteria im Haus renoviert. Ein neuer Küchenblock, neue farbenfrohe Möbel und Vorhänge geben jetzt ein schönes Bild ab und machen den Raum gemütlich. Hier finden jetzt in Corona-Zeiten die Besuche statt. Gäste können die Heimbewohner nach wie vor nur nach Anmeldung zu festen Zeiten empfangen und die Besucher dürfen nicht in die Wohnbereiche. "Eigentlich wollten wir jetzt endlich die Besuchsregeln ein wenig lockern, aber dann kam der erneute Lockdown dazwischen", bedauert Oster.

Um den Senioren dennoch wieder ein klein wenig Normalität und Abwechslung zu bescheren, finden kleinere Feste in den einzelnen Wohnbereichen statt, wie kürzlich ein Weinfest, an dem die Bewohner große Freude hatten.

An Plan für Weihnachten wird bereits gearbeitet

Für die Advents- und Weihnachtszeit arbeitet Markus Singer, Sozialdienstleiter im Seniorenzentrum, bereits an einem Plan, wie die Feiern gestaltet werden können. Die Einrichtungsleiterin: "Wir können ja nicht sagen, wir feiern kein Weihnachten. Das geht gar nicht."

Im Zusammenhang mit Corona berichtet Nanni Oster auch, dass die 91-Jährige, die im September positiv getestet worden war und in ihrem Zimmer in Quarantäne musste (wir berichteten), doch nicht an Covid-19 erkrankt war. Ein zweiter Test sei damals negativ ausgefallen. Nach wie vor gibt es einmal im Monat eine freiwillige Reihentestung aller Mitarbeiter im Haus, im Rahmen derer auch Bewohner getestet werden können. "Wir versuchen alles, um das zu regeln, und hoffen, dass wir weiterhin gut durch die Krise kommen", so die Leiterin.

Autor: Pia Mix