Willkommen im AWO Demenz Zentrum in Wolfratshausen
Woche der Demenz: "Wir müssen reden!"
25
Oktober 2020

Besuchskonzept bei steigenden Fallzahlen: Die Ampel im AWO Demenz Zentrum kommt

Oberstes Gebot für uns: Soziale Teilhabe weiterhin ermöglichen und Schutz vor Infektionen gewährleisten

Quelle: Pixabay- Alexandra Koch

Liebe Angehörige und Besucher*innen,

seit nun einem dreiviertel Jahr beschäftigt uns beinahe täglich die Frage nach dem richtigen Weg. Was in Bezug auf die Vermeidungsstrategien eines möglichen Covid-19 Ausbruchs in Hause richtig oder falsch ist - da bewegen wir uns auf einem schmalen Grat.

In den letzten zwei Wochen haben wir intensiv an einer neuen Version des Besuchskonzepts mit Ampelsystem gearbeitet. Hier orientieren wir uns an den Bedürfnissen von Bewohner*innen und Angehörigen und sind an Vorgaben unseres Trägers und des Gesundheitsministeriums gebunden. Besonders die langen Wartezeiten auf einen Besuchstermin sind für alle eine Belastung, die wir gerne verringern würden. Unsere größte Hoffnung dabei ist der Schnelltest. Dieser ist politisch bereits angekündigt, doch in der Praxis leider noch nicht anwendbar - hinsichtlich einer eindeutigen Konsequenz, wie etwa der ungehinderte Besuch bei negativem Ergebnis.

Nun bewegen wir uns im Landkreis bereits auf die rote Marke zu, bzw. haben wir sie mit dem heutigen Sonntag bereits erreicht.

Bevor wir das neue Konzept veröffentlichen, möchten wir Sie wissen lassen, dass es zunächst trotz "rotem Bereich" keine Änderungen bei den Besuchsbedingungen gibt (dies kann sich tagesaktuell ändern). Da unser Konzept auf die Besuche mit FFP 2 Maske setzt, kann es unabhängig der Fallzahlen zu keiner Ansteckung kommen, solange alle die Masken zuverlässig eng anliegend tragen und während des Besuchs nicht abnehmen oder zum Durchatmen "lüften". Auch die Handhygiene und das Abstandhalten nach 15 Minuten ist besonders wichtig. Ob wir auch bei den Ausnahmeregelungen (sehr schlechter oder veränderter Allgemeinzustand/ Bettlägerigkeit) bleiben dürfen wie bisher, wird sich in diesen Tagen zeigen. 

Bitte halten Sie sich absolut verbindlich an unsere Regelungen. Sie tragen die Verantwortung für alle Bewohner*innen mit. Beachten Sie bitte, dass selbst ein einzelner Ausbruch nicht nur für den Betroffenen eine Gefahr darstellt. Im April mussten wir die erschütternde Erfahrung machen, wie sehr alle Bewohner*innen dann unter einer Kohortenisolierung in den Wohnbereichen leiden. Dies möchten wir im Sinne aller natürlich vermeiden.

Dank Ihrer Konsequenz und Mithilfe bei der Akzeptanz der Besucherregeln ist uns dies bisher gelungen.

Letztlich können wir niemals sichergehen, ob wir verschont bleiben. Ein Restrisiko bleibt. Wir haben es mit Menschen zu tun - da kann das Handeln in bester Absicht auch das falsche Handeln sein. Keiner wünscht sich ein erneutes Besuchsverbot - keiner wünscht sich einen Coronaausbruch im Haus.

Bleiben wir gemeinsam optimistisch, konsequent und sehen hoffnungsfroh in die Zukunft. Wir bedanken uns bei allen Angehörigen für Ihr Verständnis und Mitwirken.

Allen Mitarbeiter*innen sprechen wir unsere ganz besondere Anerkennung und unseren Dank aus: Seit 9 Monaten arbeiten alle unter belastenden und auch ganz neuen Bedingungen. Das durchgängige Tragen der Masken, die erschwerte Kommunikation untereinander und mit Angehörigen sowie die vielen zusätzlichen Aufgaben wie das gesamte Besuchermanagement - all dies wird gemeinsam reflektiert, hinterfragt, umgesetzt und akzeptiert. Null Fluktuation mit Ausnahme der Regelrente, ein großes Bemühen um gute Stimmung, Spaß und Freude beim Umgang mit den Bewohner*innen, all dies gelingt trotz Maske - danke dafür!